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Vor Kurzem hatten wir das Vergnügen, dem renommierten Genussmagazin Falstaff Rede und Antwort zu stehen. Im gedruckten Magazin findet ihr die Essenz unseres Gesprächs, im Falstaff Blog gibt es einen tollen Artikel Online (Link) – hier veröffentlichen wir für euch das Interview in voller Länge.
Alkoholfrei war lange eine Notlösung aus Fruchtsaft und Wasser. Wir wollten das ändern. Im Interview geben wir euch einen Einblick in unsere Philosophie, außergewöhnliche Botanicals und warum wir Alkohol nicht imitieren, sondern eine eigene Geschmackswelt schaffen.

Abb: Dr. Thomas Himmer und Dennis Schäfer, Gründer von LUST & FEAST.
Wie kam es eigentlich zur Idee für LUST & FEAST und gab es einen konkreten Auslöser?
Unsere Idee ist aus einer einfachen Beobachtung entstanden: Wer bei einer Feier keinen Alkohol trinken wollte, landete meist bei einem einfachen Orangensaft – während alle anderen mit einem schönen Glas anstießen. Die alkoholfreie Variante wirkte wie eine Notlösung, nicht wie eine echte Wahl. Genau das wollten wir ändern: Unsere Vision war und ist, alkoholfreien Genuss absolut salonfähig zu machen.
2022/23 haben wir begonnen, das konkret zu verfolgen – erste Rezepturen, verschiedene Produktionsverfahren und unzählige Botanicals, die wir ausprobiert haben (darunter auch einige Destillationsversuche). Am Ende landeten wir bei der Methode, die bis heute unsere Basis bildet: schonende Kaltauszüge. Diese Neugier, immer neue Botanicals und Kombinationen zu erkunden, treibt uns bis heute an.
Daraus entstanden unsere ersten drei Sparkling-Aperitif-Sorten. Seither ist die Linie stetig gewachsen, und mit unseren Sparkling Teas haben wir das Portfolio erweitert: als feine Essensbegleiter und für unbeschwerte Momente zwischendurch. Heute werden unsere Produkte in der gehobenen Gastronomie – bis hin zur Sternegastronomie – ausgeschenkt. Das bestätigt uns: Alkoholfrei ist keine zweite Wahl, sondern eine eigenständige, hochwertige Kategorie.
Woher nehmt ihr die Inspiration für eure Sorten und die teils ungewöhnlichen Botanicals?
Unsere Inspiration kommt aus der Gastronomie, von Reisen, aus Gesprächen – vor allem aber aus reiner Neugier. Uns interessiert, welche Aromen funktionieren und was sich aus Zutaten entwickeln lässt, die man nicht sofort mit einem klassischen Aperitif verbindet.
In der Entwicklungsphase experimentieren wir bewusst breit. Nicht um extravagant zu wirken, sondern weil uns die Frage antreibt: Was bringt diese Zutat geschmacklich mit und wie fügt sie sich in ein harmonisches Gesamtbild? Manchmal steht die Geschmacksidee zuerst, manchmal das Botanical selbst, weil es besonders ist.
Der enge Austausch mit unseren Partnern aus der Spitzengastronomie liefert dabei immer neue Impulse, da dort sehr differenziert mit Aromen gearbeitet wird. Gleichzeitig denken wir international: Aromen müssen über einzelne Märkte hinaus überzeugen.

Abb: Botanical-Mischung und Kaltextraktionsverfahren vereinfacht dargestellt.
Wie läuft der Weg von der ersten Idee bis zur fertigen Flasche ab?
Am Anfang steht immer eine Geschmacksidee, dann folgt die Experimentierphase: Botanicals kombinieren, Extraktionsverfahren testen und Rezepturen verfeinern – schon winzige Veränderungen machen im fertigen Getränk einen riesigen Unterschied.
Nach den ersten Rezepturen ging es darum, sie in eine größere Produktion zu überführen. Dafür haben wir einen Partner in der Pfalz gefunden, mit dem wir bis heute produzieren. Parallel entstanden Flasche, Etikettendesign und der finale Genussmoment – also die Frage, wie sich das Produkt im Glas am besten entfaltet.
Bei unseren Sparkling Teas hat dieser Prozess knapp zwei Jahre gedauert, bis wir wirklich 100 % zufrieden waren. Ein Punkt ist uns dabei besonders wichtig: Unsere Zutatenlisten halten wir bewusst kurz. Wir denken nicht nur an den Geschmack, sondern auch an die Bekömmlichkeit – mit künstlichen Zusatzstoffen steigt die Wahrscheinlichkeit ungewollter Reaktionen.
Der Weg von der Idee bis zur Flasche ist lang. Aber genau das macht für uns den Reiz aus: Am Ende soll nicht nur die Rezeptur stimmen, sondern das gesamte Produkt ein stimmiges Erlebnis sein.
Botanicals sind Naturprodukte. Wie garantiert ihr, dass jede Charge gleich gut schmeckt?
Naturrohstoffe bringen von Ernte zu Ernte Schwankungen mit – wir können nicht davon ausgehen, dass jede Charge automatisch identisch ausfällt. Wir verkosten unsere Produkte deshalb nach jeder Produktion sehr genau und prüfen Farbe sowie Geschmack auf unser definiertes Profil.
Wenn nötig, justieren wir die Rezeptur in Nuancen nach. Für uns bedeutet Konsistenz nicht, eine Rezeptur starr unverändert zu lassen, sondern dafür zu sorgen, dass das Ergebnis im Glas jedes Mal unseren hohen Qualitätsansprüchen entspricht. Dass unsere Produkte wiederholt bei Verkostungen hervorragend abschneiden und von Top-Sommeliers geschätzt werden, bestätigt uns in dieser sensorischen Arbeit.

Abb: Verkostung nach der Kaltextraktion und die fertigen Produkte.
Ohne Gärung fehlt der Alkohol als Aromaträger. Was war die größte Herausforderung für das Mundgefühl?
Das war tatsächlich die größte Hürde. Alkohol bringt nicht nur Geschmack, sondern auch Körper und Textur mit. Fehlt er, wirkt ein Getränk schnell fahl oder dünn.
Viele Marken nutzen Dealkoholisierung – dabei nimmt man dem Getränk den Aromaträger nachträglich weg und muss ihn ersetzen. Wir haben uns bewusst für den umgekehrten Weg entschieden: schonende Kaltauszüge. So bestimmen wir von vornherein selbst, welche Aromen ins Getränk kommen.
Unser Anspruch war nie, Alkohol einfach zu kopieren. Wir wollten ein eigenständiges Geschmackserlebnis schaffen, das für sich überzeugt. Wir imitieren keinen Alkohol, sondern entwickeln unsere eigene sensorische Sprache.
In welchen Momenten genießt ihr eure Produkte selbst am liebsten?
Am liebsten genau so, wie wir es uns für alle wünschen: Den Sparkling Aperitif gut gekühlt – gerne auf Eis – im Aperitifglas. Die Sparkling Teas pur und gekühlt in der Sektflöte.
Den einen Moment gibt es für uns gar nicht mehr. Ob als ruhiger Moment zu zweit am Abend, als Anstoß zum Wochenende, als Begleiter zu einem guten Essen oder einfach zwischendurch: Unsere Produkte haben überall ihren Platz gefunden.
Was uns dabei jedes Mal wieder berührt: Dieselbe Flasche, die bei uns zu Hause steht, schenken auch renommierte Fine-Dining-Restaurants aus. Dass wir diese beiden Welten verbinden können, macht für uns den wahren Reiz von LUST & FEAST aus.
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Quellen:
Den zugehörigen Artikel könnt ihr direkt im [Falstaff Sparkling Special 2026] und im Falstaff Blog (Link) nachlesen. Ein großes Dankeschön an die Redaktion!